Einvernehmliche Scheidung mit einem gemeinsamen Anwalt – geht das? 

Viele Paare scheuen die Kosten einer Scheidung und möchten sich daher mit einem gemeinsamen Rechtsanwalt scheiden lassen. Wegen § 114 Abs. 1 FamFG benötigt man einen Anwalt, um einen Scheidungsantrag zu stellen.

Aber Achtung: Ein Rechtsanwalt kann und darf niemals beide Ehegatten vertreten. Deshalb vertritt dieser einen der Ehegatten und damit ausschließlich dessen Interessen. Dazu ist er auch wegen des Doppelvertretungsverbots verpflichtet.

Außerdem kann derjenige, der nicht anwaltlich vertreten ist, keine eigenen Anträge stellen. Er kann lediglich die Zustimmung zur Scheidung erklären. Das bedeutet, dass derjenige, der keinen Anwalt hat, auf den anderen angewiesen ist. Entscheidet sich dieser plötzlich um und zieht den Scheidungsantrag zurück, wird die Scheidung nicht durchgeführt. Spätestens wenn Unterhaltsansprüche im Raum stehen, ist es immer ratsam sich von einem Rechtsanwalt beraten und vertreten zu lassen. Die Folgen einer Scheidung sind meist kompliziert und aufwendig.

Da eine Scheidung meist emotional aufwühlend ist, tut es gut, wenn die rechtlichen Angelegenheiten in kompetenten Händen liegen. 

Wie ein Kind die Nachnamen beider Eltern tragen kann

Heutzutage ist es selbstverständlich geworden, dass ein Paar sich vor der Hochzeit überlegt, welchen Namen beide Partner in der Ehe tragen möchten. 

Hier können beide entweder einen Namen eines der Partner wählen oder beide behalten ihren jeweiligen Namen. Auch beide Namen in Form eines Doppelnamens können gewählt werden.

Interessant wird die Frage des Nachnamens erneut, wenn das Paar sich für Kinder entscheidet. Hier kann das Paar leider nicht den Doppelnamen wählen, sondern nur einen Nachnamen der Partner. Allerdings kann das Paar einen Kompromiss beim Nachnamen eingehen: Nach neuerer Rechtsprechung kann ein Kind als zweiten Vornamen auch einen Namen tragen, der üblicherweise ein Nachname ist. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der erste Vorname ein geschlechtseindeutiger Vorname ist. So kann das Kind beispielsweise Peter Müller Schmidt heißen, wobei hier der zweite Vorname Müller ist. Kim könnte in diesem Beispiel allerdings kein (erster) Vorname sein.

Diese Rechtsprechung ermöglicht es den Eltern, dass beide Nachnamen ihre Berücksichtigung bei der Namenswahl des Kindes finden